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Die dreiundzwanzigste Episode von „Elisa di Rivombrosa“ wurde erstmals am 22. Februar 2004 auf dem italienischen Privatsender Canale 5 ausgestrahlt. Sie ist der erste Teil der zwölften Folge.

Elisa wird zum Gerichtshaal gebracht, um als Zeugin auszusagen. Auch Angelo ist angekommen und verfolgt ihre Verhörung aus dem Hinterausgang. Elisa kommt in den Saal herein. Als sie und Fabrizio sich erblicken, ist der Schock der beiden ersichtlich. Fabrizio meint zum Gericht, dass Elisa mit dem Fall nichts zu tun, doch das Gericht wird dies selbst überprüfen. Elisa legt ihren Eid ab, verneint aber, von der Liste etwas gehört zu haben. Einer der Richter ist misstrauisch und bringt Fakten zum Tisch, die Elisa verdächtigen falsch auszusagen. Eines dieser Fakten ist, dass die nichtadlige Elisa von Fabrizio schwanger war. Fabrizio steht von seinem Platz auf und meint wütend, dass solche Themen nichts mit der Verhandlung zu tun haben. Der Hauptrichter beruhigt den Conte, bittet ihn aber still zu sein da er ihn ansonsten aus dem Saal schickt. Danach bedankt sich das Gericht für Elisas Aussage.

Mit weinenden Augen sieht Elisa Fabrizio an, als sie den Saal verlässt. Ranieri meint zu Lucrezia, dass sie nicht die Dienerin, sondern die verliebte Frau befürchten müssen. Aufgelöst fällt Elisa zu boden und fängt vor den Augen der entsetzten Adlgien zu weinen, als sie vom herbeikommenden Angelo getröstet wird.

Ranieri besucht den Conte im Gefängnis, um zu wissen, wo die Dokumente sind. Fabrizio ist aber fest entschlossen nichts zu sagen und warnt Ranieri zudem, Elisa nicht zu erwähnen. Ranieri meint dabei provokant, dass er es schade finden würde, Fabrizios Kopf gehängt zu sehen und zeigt ihm das Amulett der „Brüder des Lichts“, was Fabrizio kaum begeistert. Ranieri bietet an, ihm die Liste zu geben. Im Gegenzug wird Lucrezia ihre Aussage widerlegen und Fabrizio wird freikommen. Doch Fabrizio lehnt entschlossen ab und wird zur Zelle gebracht.

In der Zelle wird Fabrizio von einem Mitgefangenen namens Orlando darauf angesprochen, dass Fabrizio gut tut, den Tod des Königs zu wollen. Fabrizio verneint dies zu wollen und der Häftling meint lachend, dass er bei Fabrizios Tod ein Gebet sprechen will, falls im Himmel sich jemand darum kümmert.

Angelo und Elisa kommen zurück nach Rivombrosa. Lucrezia wartet ihm Büro des Herzogs auf Ranieri, während sie mit seinen Hunden spricht. Als Ranieri kommt und sich die beiden vergnüngt haben, ist Lucrezia besorgt, dass die Situation ausarten könnte. Sie erinnert ihn, dass sie und Fabrizio lebens aus der Sache herauskommen müsesn. Ranieri erklärt ihr, dass Fabrizio zurzeit nicht kollaborieren wird. Lucrezia meint aber das Gegenteil. Falls Fabrizio seine Meinung ändert, wird sie vor Gericht aussagen wie Fabrizio ihr Mann in einem regelkonformen Duell getötet hat. Das Einzige, was Lucrezia noch bedrücht ist Elisa; sie ist sich sicher, dass die Dienerin mehr weiss als sie vorgibt.

Zurück auf Rivombrosa erfährt Elisa von Giannina, dass Alvise angeordnet hat, Martino und sie werden in Zukunft nicht mehr im Schloss wohnen, sondern bei den anderen Bediensteten. In der Küche fragt Elisa Amelia, ob sie zu Anna gehen kann, da es Elisa von nun an verboten ist sich in den adligen Zimmer aufzuhalten. Doch Amelia und Bianca erklären, wie Alvise seine Frau im Zimmer eingeschlossen hat. Elisa schert den Marchese zum Teufel. Daraufhin schleicht sich Elisa in Alvises Schlafgemach und entwendet ihm, während er schläft, die Schlüssel und geht zu Anna. Dort beschwört sie die Contessa für ihren Bruder vor Gericht auszusagen um ihn zu retten. Anna lässt sich überzeugen und verlässt bei Morgendämmerung Rivombrosa, um nach Turin zu fahren. Elisa bittet sie noch, Fabrizio mitzuteilen, dass sie ihn liebt.

Elisa versichert der Kleinen Emilia in der Küche, dass sie bei ihr sein wird bis ihre Mutter zurückgekehrt. Wütend erscheint der Marchese Alvise in die Küche und möchte wissen, wo seine Frau ist. Amelia erklärt, wie Anna am frühen Morgen mit der Kutsche losgefahren ist. Er ohrfeigt Elisa, da sie sich verteidigt, und meint, die ganze Küche sei handelseinig und gegen ihn. Alvise glaubt, dass es eine flinke, kleine Person gewesen sein muss, die die Schlüssel geklaut hat und denkt, Martino sei es gewesen. Als Alvise den Kleinen im Stall sieht, befiehlt er ihm, sich zu nähern. Darauf schlägt Alvise den Kleinen bewusstlos und beginnt ihn zu peitschen, als Angelo erscheint, den Marchese überwältigt und ihn mit einer Hecke bewusstlos schlägt.

Martino wacht auf und wird von Elisa und Amelia gepflegt. Amelia ist fassungslos, dass Angelo den Herren verprügelt hat. Elisa meint, dass Alvise nicht der Herr ist und ratet ihrem Freund Angelo, bei ihrer Mutter und Orsolina zu verweilen, da er sich nun nicht mehr blicken lassen kann. Angelo, der jetzt ein Soldat ist, möchte Elisa nicht wie ein Feigling alleine lassen, doch danach stimmt er zu.

Anna kommt in Turin an, um vor Gericht auszusagen. Sie bekräftigt die Treue zum König und die Ehre ihrer Familie. Das Gericht ist davon überzeugt, braucht aber Beweise für Fabrizios Unschuld. Daraufhin erzählt Anna dem Gericht von dem Verhältnis ihres Bruders zur Marchesa, als sie noch jung waren, und ist sich sicher, dass Lucrezia den Mord an ihrem Mann Fabrizio aus Eifersucht in die Schuhe schieben will. Das Gericht bedankt sich für die Aussagen, glaubt aber nicht, dass das eine Wirkung auf das Gesamtverfahren haben kann und schliesst die Verhandlung. Anna ist verzweifelt, dass das Gericht ihr nicht geglaubt hat, doch Fabrizio bedankt sich bei ihr. Anna teilt ihr mit, dass Elisa jeden Tag an sie denkt, doch Alvise macht es ihr nicht leicht. Während er abgeführt wird versichert Fabrizio, dass alles gut gehen wird und lässt die weinende Anna zurück.

Antonio wird zum Schloss geholt, um den Marchese Radicati zu untersuchen. Dabei stellt Antonio entsetzt fest, dass der Marchese am Rücken ein offenes Geschwür hat. Als der Doktor ihm mitteilt, dass er Syphilis hat, ist Alvise bestürzt und wütend beschwört er ihm, niemanden davon zu erzählen.

Alvise erscheint zum Stall, wo die mittlerweile versöhnten Bianca und Elisa putzen. Der Marchese sucht Titta. Elisa und Bianca merken, dass der Marchese anders wirkt, womöglich wegen Angelos Prügeltracht, und machen sich darüber lustig.

Betta Maffei bereitet ihre Koffer vor, da sie mit Alvise in die Hauptstadt abreisen will. Margherita möchte ihre Schwester davon abhalten, da der Marchese sie nicht liebt und er sie dann wegwerfen wird. Betta macht ihrer Schwester klar, dass sie Alvise nicht liebt. Sie meint, dass sie nur das gleiche wie Elisa tue. Margherita versteht den Vergleich nicht, da Elisa Fabrizio wirklich liebt und die beiden heiraten werden. Margherita erklärt ihr auch, dass auch Schönheit verweilt. Ihre Schwester hat von der Morallrede und den Experimenten ihres Vaters genung. Da erscheint der hustende Alvise und gesteht, dass er ohne Betta nicht leben kann. Sie versichert ihn, dass dies nicht geschehen wird. Dabei äussert er sich beleidigend zu Margherita, indem er meint, dass Nonnen nie allein, sondern wie Hühner in Gruppen auftreten. Margherita hatte nämlich den Marchese gebeten, sich erst in der Kutsche an ihrer Schwester heranzumachen.

Margherita erzählt Elisa, wie Betta mit dem Marchese abgereist ist. Elisa möchte Fabrizio retten und etwas unternehmen. Doch Margherita will sie davon abhalten, da Fabrizio sie persönlich darum gebeten hatte, auf sie aufzupassen. Elisa bevorzugt jedoch zu riskieren und alles aufs Spiel zu setzen, als ohne ihn zu leben.

Am Abend bereiten sich Angelo und Elisa auf die Reise nach Turin vor. Artemisia macht ihnen Mut, und Angelo versichert der kleinen Orsolina, auf Elisa aufzupassen. Auch der verletzte Martino möchte mitkommen. Elisa verspricht ihm, seinen Vater zurückzubringen.

Am Tag des Urteils sind unter den Zuschauern auch Alvise und Betta anwesend. Danach verkündet der Hauptrichter das Plädoyer. Fabrizio ist vom Verdikt schockiert und wie gelähmt. Ranieri wirkt zufrieden, Betta und Lucrezia hingegen weniger. Als Fabrizio Lucrezia ansieht, senkt sie weinend ihren Kopf.

„Im Namen seiner Majestät, Karl Emanuel III., nachdem die Fakten aufmerksam analysiert und zahlreiche Zeugen erhört wurden, haltet das anwesende Gericht Fabrizio Ristori, Conte von Rivombrosa, für schuldig aufgrund des Mordes des Königsberaters, Marchese Jean-Luc Beauville. Deshalb veurteilt ihn dieses Gericht zum Tode durch Enthauptung und beschliesst, dass das Urteil auf dem Hauptplatz von Rivombrosa ausgeführt wird, am Tage des 25. Septembers im Jahre des Herrn 1769. So beschliesst dieses Gericht im Namen seiner Majestät, Karl Emanuel III., und mit der Güte unseres Herrn.“ – Fabrizios Urteil, vorgelesen vom Hauptrichter

Elisa kriegt das Urteil von einem Zuschauer mit und ist entsetzt, Angelo versucht sie zu beruhigen. Als Fabrizio hinausgeführt wird, haltet ihn Lucrezia auf und macht ihm klar, dass sie ihn jederzeit befreien kann. Fabrizio lehnt entschlossen ab.

Als er zur Kutsche gebracht wird, kann Elisa durch die Wachen hindurchschlüpfen, um Fabrizio noch einmal zu sagen, dass sie ihn liebt. Fabrizio ist verzweifelt sie so zu sehen.

Ranieri trifft auf Alvise vor dem Gerichtsgebäude und bedauert sich bei ihm für das Urteil. Das Gespräch wirkt dabei sehr aufgesetzt Danach überreicht Ranieri dem Marchese das Amulett der „Brüder des Lichts” und bedankt sich auf diese Weise für sein Schweigen bei dem Prozess. Alvise ist darüber geehrt und holt Betta zu sich, die währenddessen lauter Stoffe bestellt hat.

Lucrezia befiehlt Gasparo, die Kutsche zu holen. Plötzlich spürt sie an ihrem Rücken eine Pistole, die ihr Angelo richtet. Sie bietet ihm ihre Juwelen an, doch Angelo meint, dass dies ihm nicht interessiere und bringt sie unbemerkt in einer Ecke. Lucrezia versteht das nicht, da sie ihn nicht kennt. Doch als Angelo Platz für Elisa macht, wird ihr alles klar. Lucrezia bittet Elisa, an Fabrizio zu denken. Elisa versichert dies zu tun und warnt Lucrezia: Falls Fabrizio stirbt, wird Elisa sie umbringen. Danach fliehen Angelo und Elisa. Sie machen sich auf den Weg zu einer Freundin.

Lucrezia: „Du bist eine Dienerin, du kannst nichts machen.“

Elisa: „Meint ihr? Auch eine Dienerin kann auf einen Abzug drücken.“ – Elisa, als sie Lucrezia bedroht