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Die zweiundzwanzigste Episode von „Elisa di Rivombrosa“ wurde erstmals am 15. Februar 2004 auf dem italienischen Privatsender Canale 5 ausgestrahlt. Sie ist der zweite Teil der elften Folge.

Im Schloss van Necker fragt Beauville seine Frau, weshalb Isabella ohne eine Erklärung abgehauen ist. Lucrezia meint, das Verhalten ihrer Dienerin sei in letzter Zeit seltsam gewesen. Sie möchte nicht, dass ihr Mann eine Suche nach ihr organisiert. Als er sich ihr nähert, weist sie ihn ab, da sie alleine sein möchte. Eifersüchtig meint Beauville, Fabrizio soll sich um sie kümmern, und geht weg.

Fabrizio erklärt Angelo, dass der in der Liste aufgeführte Name „Beauville“ Lucrezia und nicht den Marchese betrifft. Er hatte dies aufgrund des Schreibfehlers nie bemerkt. Fabrizio will unbedingt mit dem Marchese sprechen. Angelo meint, dass er sich alle drei Tage mit Beauville an der Alten Eiche im Dorf trifft, doch jetzt sei es schon spät geworden. Angelo erwähnt aber auch, dass er nach dem Treffpunkt seine Frau noch besuche. Fabrizio macht sich so auf den Weg zum Schloss Van Necker.

Dort angekommen muss er von Gasparo hören, dass der Marchese schon abgefahren ist. Lucrezia erscheint, doch Fabrizio macht klar, dass er nicht ihretwegen hier ist. Sie erzählt ihm, dass er nach Turin abgefahren ist. Fabrizio will keine Zeit verlieren und will wegreiten. Lucrezia meint, er wird ihrem Mann von ihren persönlichen Angelegenheiten ansprechen. Doch Fabrizio lässt wissen, dass er für den Marchese andere, interessante Argumente hat für einen Staatsmann wie ihn. Er lässt durchblicken, dass er die Wahrheit über sie nun kennt und schwört nach dieser Geschichte, endlich Gerechtigkeit zu kriegen. Danach reitet er weg.

Lucrezia befiehlt Gasparo, einen Brief an ihrem Mann zu senden und ihre Koffer zu packen, da sie auch nach Turin gehen wird.

Fabrizio will am nächsten Morgen nach Turin reisen um mit Beauville zu sprechen. Elisa ist entschlossen mitzukommen, aber Fabrizio will das nicht zulassen und droht, zum alten System zurückzugreifen und sie einzusperren. Als sie immernoch darauf beharrt, schliesst er sie in ihr Zimmer ab.

Am nächsten Morgen befiehlt er Angelo, das Zimmer erst in ein Paar Stunden aufzumachen. Als Fabrizio abgereist ist, schafft es Elisa, mit einem Seil aus dem Fenster hinabzusteigen und folgt ihm.

In Turin ist Lucrezia angekommen und berichtet Ranieri vom Vorfall. Er befürchtet, dass der Conte dem Berater des Königs die Liste aushändigt. Doch das wird nicht geschehen, meint Lucrezia, wenn er ihren Plan unterstützen wird. Er stimmt zu, weil es ohnehin keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Fabrizio merkt, dass er gefolgt wird und als er den Verfolger mit einer Waffe überraschen will, entdeckt er Elisa. Er meint, dass er enttäuscht gewesen wäre, wenn sie es nicht geschafft hätte zu fliehen. Darauf begeben sich beide nach Turin.

Im Büro des Königsberater meint Lucrezia zu ihrem Mann, dass sie mit und nicht gegen ihn. Sie wird ihm das heute beweisen, indem der Conte Ristori ihm die Liste mit den Namen der Verschworenen geben wird. Beauville ist nicht froh darüber, dass genau er ihm die Liste bringen wird. Zudem versteht er nicht, warum ihm seine Frau helfen sollte. Sie macht ihm klar, dass sie so ein ruhigeres Gewissen und ihrem Mann geholfen haben wird. Beauville meint, dass dies ihr letzter Gefalle sei, da er sie nie mehr sehen wird. Die letzten Momente werden sie damit verbringen, auf ihren „Geliebter“ zu warten. Lucrezia lacht dabei nur hämisch. DabeI sieht der Zuschauer, wie Lucrezia ihre Hand in ihrem Kleid versteckt.

Fabrizio kommt zur Königsresidenz an und möchte Beauville in seinem Büro reden, auch wenn er keine Audjenz bei ihm hat. Als er darauf beharrt, gewährt ihm der Soldat die Audjenz, wobei Fabrizio aus Sicherheitsgründen sein Schwert und seine Pistole abgibt. Danach wird er zu Beauville geführt, wobei Elisa draussen warten muss.

Fabrizio kommt herein und möchte sich erstmals beim Marchese für einige Missverständnisse entschuldigen. Beauville möchte mit ihm jedoch keine Zeit verschwenden und sprecht ihn sofort auf die Liste an. Fabrizio möchte wissen, woher Beauville den Grund seines Besuches ahnt. Aus einer Hintertür tretet plötzlich Lucrezia herein, die darauf verkündet, ihren Ehemann auch nie mehr wiedersehen zu wollen. Sie zückt eine Pistole heraus und erschiesst ihren Ehemann. Danach schreit sie laut um Hilfe. Gleich darauf stürmen die Soldaten herein und halten Ristori fest, als auch Ranieri kommt. Fabrizio merkt, dass er in eine Falle hineingelaufen ist. Ranieri lässt Fabrizio wegen des Mordes festnehmen und ins Gefängnis bringen. Elisa, die auf dem Flur draußen den Schuss gehört hat, muss hilflos mitansehen, wie Fabrizio abgeführt wird.

Im Gefängnis befragt Ranieri Capitano Terrezzani nach den Dokumenten. Conte Ristori hatte sie aber nicht bei sich. Eine Frau war auch anwesend, die in der Verwirrung wegrennen konnte. Ranieri ist sauer auf den Captiano und schickt ihn weg. Daraufhin geht der Herzog persönlich zu Ristori und stellt sofort klar: Fabrizio muss die Liste hergeben, sonst wird er zum Tode verurteitl. Fabrizio lässt sich nicht beeindrucken. Er nimmt den Herzog auf den Arm, indem er meint, dass er ständig vergisst wo er die Liste hingetan habe. Ranieri meint, dass ihm das Lachen schon noch vergehen werde.

Elisa möchte Fabrizio besuchen und bietet der Wache sogar Geld an, doch er schickt sie weg und macht klar, dass Fabrizios Kopf einem Henker bestimmt ist. Elisa trifft dabei auf Suor Monica, die sie zu Margherita bringt. Margherita versucht, ihre Freundin zu trösten.

Fabrizio kriegt im Gefängnis von Margherita Besuch. Er fleht sie an, Elisa nicht alleine zu lassen und erzählt, dass Lucrezia die Täterin ist. Doch sie ist Beauvilles Frau, während Fabrizio für den Berater ein Verdächtiger war. Die Liste ist der einzige Weg, um das Gegenteil zu beweisen. Doch er kann sie nur dem König geben, da Ranieri womöglich bereits die korruptesten Richter ausgewählt hat. Margherita bittet ihm, die Hoffnung nicht zu verlieren, da Gott den Gerechten Hilfe leistet. Sie verspricht ihm, mit dem König zu reden um ihm eine Audjenz zu beschaffen.

Der König begibt sich zur Beichte und wird von seinem Sekretär mit unzählingen Terminerinnerungen genervt. Als er dem Beichtvater scherzhaft äussert, seinen Sekretär zu töten, hört der König eine Frauenstimme. Margherita hat sich dem König gegenüber als Beichtvater ausgegeben und möchte den König von einer Verschwörung warnen und bitten, einem Herren zuzuhören, der eine Liste mit den Namen der Verschworenen besitzt. Als sie den Namen von Conte Ristori erwähnt, reagiert der König ungehalten auf ihre Äusserungen und verlässt die Kapelle.

Daraufhin erkundigt sich der König bei Herzog Ranieri, was es mit der Verschwörung und den Dokumenten auf sich hat. Ranieri meint zum König, dass die Liste ein erfundenes Mittel von Ristori ist, um die Gewässer zu trüben. Doch der König weiss auch, dass die Ristori immer treu gewesen sind und der Conte erst vor wenigen Monaten zurückgekehrt ist. Doch die Gegenbeweise sind zweifelslos erdrückend und der König möchte keine Zeit an jemand verschwenden, der ihm ein treuer Freund umbringt. Ranieri meint, dass man für eine Beichte des Conte härtere Mittel ergreifen soll. Der König lehnt es jedoch ab, da Folter nur Tyrannen gelte.

Margherita erzählt Elisa, dass der König ihr nicht geglaubt hat. Elisa wird sich noch ein paar Tage bei Margherita verbleiben.

Als Fabrizio für den Prozess zum Gerichtssaal geführt wird, erkennt er Elisa, die sich als Ordensschwester verkleidet hat. Den Schwestern wird der Eintritt im Saal jedoch verwehrt. Darauf begibt sich Elisa in einem Hintereingang, um von einem Fenster aus Neuigkeiten zu kriegen.

Der Prozess beinngt, wobei das Gericht Lucrezia als erste Zeugin aufgerufen wird. Fabrizio hat für sie nur ein böses Gesicht übrig. Lucrezia erzählt natürlich, dass Fabrizio ihr Mann getötet hat. Als er dies verneint und die Wahrheit erzählt, zischt der Strafrichter den Conte aus und warnt, ihm aus dem Gerichtssaal zu werfen. Lucrezia erzählt auch, wie Fabrizio von ihrem Mann verdächtigt wurde, ein Verschworener zu sein. Fabrizio erwidert aber, dass er an jenem Tag dem Berater eine Liste mit den Namen der Verschworenen bringen musste. Als er aber vom Richter gefragt wird, wo die Liste ist, bleibt Fabrizio ruhig. Danach zeugt auch der Herzog gegen den Conte aus.

Fabrizio wird gefragt, ob er was zu seiner Verteidigung aussagen möchte. Er erwähnt lediglich, dass er die Liste nur dem König überreichen könnte, da zu viele ranghohe Mitglieder des Staatsamtes aufgeführt sind. Für diese beleidigende Äusserung wird die Gerichtssitzung verschoben.

Elisa kommt von Turin zurück, wo Angelo auf sie wartet. Elisa macht ihm klar, dass nur die Liste Fabrizio retten kann. Sie erzählt ihm, dass sie sich im Einband eines Buches befindet, was Angelo verdutzt, da er selbst die Liste in der Bibliothek nicht finden konnte.

Das Lieblingsbuch der Contessa Agnese scheint jedoch verschwunden zu sein. Elisa versteht, dass Fabrizio das Buch nach dem Verhör zu Giulios Tod versetzt hat. Anna kommt in die Bibliothek herein und möchte Neuigkeiten zu seinem Bruder. Elisa erzählt ihr, dass der Prozess schon angefangen hat. Anna weiss, dass Fabrizio unschuldig und sucht nach einem Weg, um das zu beweisen. Elisa erklärt ihr darauf vom Komplott und von den Dokumenten.

Anna bringt Elisa zur Kapelle. Anna hegt die Vermutung, Fabrizio könnte das Buch in der Kapelle versteckt haben, weil er damals für seinen Freund Giulio ein Gebet prechen wollte, was für ihn untypisch ist. Sie können aber das Buch nicht finden.

Nachdem nun Fabrizio festgenommen wurde, kehrt Alvise Radicati nach Rivombrosa zurück. Er erklärt seiner Frau, dass Fabrizio höchstwahrscheinlich hinegrichtet wird und er gemäss Recht die Verpflichtung besitzt, sich um seine Frau und das Anwesen zu kümmern. Anna ist gar nicht froh, ihren Mann zu sehen, der seine Familie entehrt hat.

Danach lässt er alle Bediensteten zu ihm kommen und macht ihnen in einer Rede klar, wie sie sich gegenüber dem neuen Herr verhalten müssen. Falls sie ihm nicht gehorchen, werden sie zuerst bestraft, beim zweiten Mal gepeitscht und beim dritten Mal erhängt. Elisa meint zum Marchese, dass sie ihm gehorchen werde, doch der Platz als Herr gehört ihrem Fabrizio, der sie liebt. Darauf ohrfeigt er Elisa, was der Bestrafung gleichkommt. Elisa haltet Angelo zurück, sich zu kontrollieren-

Im Gerichtssaal wird der Hauptmann der Gendarmerie verhört, der dem Richter erzählt, dass Beauville selbst den Tod des Conte Drago ermitteln wollte. Der Richter fragt dem Hauptmann nach seiner persönlichen Ansicht zum Mord, doch Fabrizio erwidert, dass es Notwehr war. Der Richter ist sauer und warnt dem Conte, der bereits eine Nebenstrafe wegen Beleidigung gegenüber das Gericht gekriegt hat, ruhig zu sein, ansonsten droht ihm ein Versäumnisurteil. Der Hauptmann glaubt, dass Fabrizio der Mörder ist, musste die Version der Notwehr jedoch akzeptieren, weil zu Gunsten des Conte eine Frau bezeugte. Der Richter fragt nach den Namen der Frau, und der Hauptmann erinnert sich daran: Elisa Scalzi. Lucrezia und Ranieri bekommen dies mit.

In Rivombrosa haben Elisa und Angelo weitergesucht. Doch weder in der Küche noch im Stall gibt es Zeichen, wo die Liste sein könnte. Alvise, der Elisa wie eine Verrückte schuften lässt, macht es ihr auch nicht einfach. Sie wird wohl nachts suchen müssen, wenn der Marchese schläft.

Der Marchese taucht auf und bringt Elisa zu zwei Soldaten, die den Befehl haben sie nach Turin zu bringen. Angelo fragt seinem Herrn, wo sie sie bringen, doch Alvise schickt den Burschen zurück zum Stall. Die Soldaten antworten auf die Frage der Dienerschaft, wo sie Elisa bringen nicht. Angelo begibt sich zu den Pferden und mit einer Pistole bewaffnet folgt er Elisa, um herauszufinden was sie mit ihr vorhaben. Amelia möcht ihn davon abraten, doch er erwidert, dass auch sie das Gleiche tun würde. Amelia bejaht und bittet Angelo, auf den Weg aufzupassen.