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Episode 1
EPISODE 1

Episode

Episode 1

Erstausstrahlung

17. Dezember 2003

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Episode 2

Die erste Episode von „Elisa di Rivombrosa“ ist das Debüt der TV-Serie. Sie ist der erste Teil der ersten Folge. Die erste Episode wurde erstmals am 17. Dezember 2003 auf dem italienischen Privatsender Canale 5 ausgestrahlt.

Piemont, in der Zeit der Aufklärung im Jahr 1769:

Elisa Scalzi, Gesellschaftsdame der Contessa (Gräfin) Agnese Ristori di Rivombrosa, kehrt nach einem Pferderennen mit ihrem Freund Angelo Buondio zum Schloss Rivombrosa zurück. Dort wartet aufgebracht die Tochter der Contessa, die Marchesa (Markgräfin) Anna Radicati di Magliano. Sie weist Elisa an, dass sie lediglich für das Wohlergehen ihrer Mutter zuständig ist und droht damit, sie zurück in dem Gasthaus zu schicken, wo Elisa einst arbeitete.

Elisa Angelo

Elisa di Rivombrosa nach dem Pferderennen mit ihrem Freund Angelo

Die Marchesa spricht Elisa auch hämisch mit „Elisa di Rivombrosa“ an. So wird Elisa nämlich von den Dorfbewohnern von Rivombrosa genannt.

Die Contessa Agnese macht Elisa den schwachen Charakter ihrer Anna deutlich und beklagt sich über ihren Mann, den Marchese (Markgraf) Alvise Radicati di Magliano. Ihr Schwiegersohn hasst nämlich das Schloss Rivombrosa und bedient sich ständig der Einkommenskassen des Schlossguts. Die Contessa hofft, dass eines Tages ihr geliebter Sohn Fabrizio von der französischen Armee zurückkehren und sich um die Gutsverwaltung von Rivombrosa kümmern wird.

Elisa 2

Elisa und ihre Gesellschafterin, die Contessa Agnese Ristori

In einer französischen Kaserne vertraut der Konsul Giovanni Conforti dem königstreuen Conte (Graf) Fabrizio Ristori eine Mission an, die ihm ins Piemont führt. Ohnehin möchte der Conte dort zurück, da in Briefen über den verschlechterte Gesundheitszustand seiner Mutter informiert wurde. Der Konsul warnt den Conte, dass die Mission sehr gefährlich sein kann und mögliche Feinde lauern. Er gibt ihm danach geheime Dokumente, die der Conte nur dem Capitano Lombardi in Monginevro (Montgenèvre) überreichen soll. Von diesen Dokumenten hinge das Leben des Königs ab, Karl Emanuel III. Daraufhin verabschieden sie sich.

In Rivombrosa ruft die Dienerin Amelia Elisa zu sich, da die Contessa Agnesse geträumt habe, ihren Sohn Fabrizio tot neben einem Bergbach zu sehen. Elisa beruhigt sie und versichert ihrer Herrin, dass ihr Sohn bald heimkommen werde.

In Turin, im Arbeitszimmer des Duca (Herzog) Ottavio Ranieri, unterhalten sich dieser und der Berater des Königs, der Marchese (Margraf) Jean-Luc Beauville, darüber, dass möglicherweise einige Adlige der Region eine Verschwörung gegen den König planen. Beauville beauftragt Ranieri, eine in Umlauf liegende Liste mit den Namen aller Verschworenen zu finden. Der Berater des Königs will die Liste so bald wie möglich in den Händen, um einige Verräter ins Gefängnis zu senden und so wieder Ruhe im Adelstand zu bringen. Der Herzog versichert, dass er die Liste mit den Namen der Verschworenen bald besitzen wird. Das Gespräch wird von der Marchesa Lucrezia van Necker-Beauville, der Ehefrau vom Königsberater, in einem versteckten Hinterraum verfolgt. Nachdem Beauville den Raum verlassen hat, tritt Lucrezia aus ihrem Versteck hervor. Es stellt sich heraus, dass Ranieri und Lucrezia Geliebte sind und beide die Liste verschwinden lassen möchten.

Ranieri Lucrezia

Lucrezia beobachtet das Gespräch zwischen ihrem Mann und Ranieri von einem versteckten Zimmer aus

Elisa bittet Angelo ihr den Pferd Fedro zu satteln, weil ihre Herrin wieder ein Malheur hatte und sie Doktor Antonio Ceppi holen will. Angelo ist zuerst dagegen, gibt aber nach. Elisa findet im Haus ihre Freundin Lucia, die Ehefrau des Doktors, die sie zu ihr einlädt. Dabei beklagt sich Lucia über die miserablen Zustände, in denen sie und Antonio leben müssen, und gibt sich unter Tränen selbst die Schuld dafür. Sie glaubte tatsächlich, ihre Liebe würde alles bewältigen. Doch wieso ist es dazu gekommen? Antonio war einst ein Adliger, der aber nach der Heirat mit seiner Dienstmagd Lucia seinen Titel, sein Haus und seinen Ruf verlor. Früher war eine Heirat zwischen einem Adligen und einer Magd nicht gern gesehen bei den reichen Aristokraten; man verlor dadurch Glaubwürdigkeit und wurde sozial ausgegrenzt. Nun lebt Antonio, verbannt von den Adligen, am Dorfrande mit seiner Frau. Nur die Contessa Agnese behandelt ihn wie einen Freund. Elisa gibt ihrer Freundin zu verstehen, dass sie richtig gehandelt hat, als Antonio ins Haus eintretet.

Der Herzog Ranieri sendet die offizielle Eskorte los, die Capitano Lombardi sicher nach Turin begleiten soll. Zeitgleich sendet er einen Banditen los, der sich ebenfalls auf den Weg zum Brunnen von Monginevro macht. Dort soll er Lombardi töten und Ranieri die Liste bringen.

Doktor Ceppi besucht die Contessa und stellt fest, dass ihr Herz sehr schwach ist und sie möglichst sorgenfrei leben soll. Elisa vertraut ihm an, dass sie dem Conte Fabrizio geschrieben hat und er vielleicht doch zurückkommt. Sie fragt Antonio, ob es möglich ist an Traurigkeit zu erkranken, worauf er auf seine Frau hinweist.

Am Brunnen von Monginevro treffen sich Fabrizio und der Capitano Lombardi. Als ihm der Conte die Dokumente übergeben hat, wird Lombardi von den gesandten Banditen aus einem Hinterhalt erschossen. Fabrizio kann die Banditen gerade noch töten. Im Sterben bittet Capitano Lombardi, die geheimen Dokumenten auschliesslich dem König zu überreichen. Als die Eskorte ankommt, ist Fabrizio bereits geflohen. In Turin berichtet Capitano Terrazzani dem Herzog den Vorfall und erzählt von einem französischen Offizzier, der im Wald geflüchtet ist. Mit der Begründung, nicht als Idiot dastehen zu wollen, beschwört Ranieri den Kapitän niemanden gesehen zu haben und dass die Dokumente verschollen sind, bis sie den Offizzier ausfindig gemacht haben und die Liste in Sicherheit ist.

Lombardi...

Der Bandit erschiesst den Kapitän Lombardi (rechts)

Nach 10 Jahren kehrt Fabrizio zurück zu Rivombrosa. Er begrüsst die Haushälterin Amelia, Angelo und auch seine Mutter, die er glaubt in der Bibliothek zu sehen... doch in Wahrheit sieht er Elisa, ein Buch lesend, und ist sofort von ihr verzaubert. Er weiss aber noch nicht, dass sie eine Magd ist. Danach bringt Elisa den Conte zu seiner Mutter, die ihn tränenvoll umarmt.

Elisa 1

Elisa und Fabrizio, als sie sich zum ersten Mal begegnen

Am nächsten Morgen klärt die Contessa Agnesse ihren Sohn über die neuen Reformen des Königs auf. Der König möchte einen modernen Staat errichten, und dies stösst auf Unzufriedenheit bei den Adligen des Piemonts, weil durch die Reformen einige uralte Privilegien abgeschaffen werden. Sie informiert ihn auch über die schlechte Gutsverwaltung von Alvise, der sich pausenlos Geld aus der Gutskasse nimmt und bei Geldmangel Landbesitz an Grossmieter verkauft, sodass die Bauern ihr Zuhause verlassen müssen. Vom Schloss aus beobachtet Elisa die Unterhaltung, Fabrizio bemerkt dies. Als Fabrizio seine Mutter fragt, wie die reizende Dame der Bibliothek heisse, lautet die Antwort „Elisa di Rivombrosa“. Fabrizio erinnert sich an diesem Namen, den die Briefe erhielt er genau von dieser Person. Im gleichen Augenblick taucht Fabrizios bester Freund auf, der Conte Giulio Drago, mit dem er zusammen aufwuchs. Auch Giulio erläutert ihm die Reformeninitiative des Königs, der sich gerade bei Cousins in Österreich aufhaltet. Auch Giulio gehört zu der unzufriedenen Mehrheit gehört. Er gibt Fabrizio den Ratschlag, sich möglichst bald zu entscheiden, auf welcher Seite er stehen möchte.

Fabrizio Giulio

Fabrizio und sein bester Freund Giulio beim Degen

In Anbetracht dieser Tatsachen liest Fabrizio das Dokument des Konsuls Conforti. Dieses enthält eine Liste verschworener Adliger enthält, die den König töten wollen. Wer diese Adlige sind liest er nicht, da Elisa in den Raum tritt. Die beiden sprechen über den Gesundheitszustand der Contessa. Die Dienerin Bianca, Schwester des Stallknechts Angelo Buondio, bringt dem Conte den Tee. Daraufhin bittet der Conte, noch eine Tasse für Elisa zu bringen, unwissend, dass Elisa auch nur eine Dienstmagd ist. Elisa wünscht sich, dass der Conte noch länger bleiben könnte. Doch er erklärt ihr, dass in einem Monat die Rückkehr zu seinem Regiment ansteht. Ausser es gäbe vielleicht etwas, das ihm zwingt zu bleiben...

„Ich, der Unterzeichnete Konsul Giovanni Conforti, meine Sünden bereuend und für den Respekt gegenüber meinem  Geschlecht und unserem geliebten souveränen König, habe beschlossen, die Namen der Verschworenen zu enthüllen die, gemeinsam mit mir, boshaft vorhaben, den König umzubringen.“ – Fabrizio, als er die Dokumenten und das Geständnis des Konsul Giovanni Conforti liest

Bianca ärgert derweil ihren Bruder mit der Teegeschichte. Sie hat gemerkt, dass der Conte ein gewisses Interesse an Elisa hat. Dieses Gerücht macht im Schloss die Runde. Am Abend kommt Amelia ins Zimmer von Elisa und erzählt ihr davon. Sie redet ihr ins Gewissen und fragt Elisa, ob sie dem Conte erzählt habe, dass sie nur eine Dienstmagd ist.

Amelia Elisa

Amelia warnt Elisa vor ihrem Verhalten